Osterkurzurlaub auf Usedom

Wir verbrachten einige erholsame Tage auf der Insel. Bis auf den Karfreitag war das Wetter ungewöhnlich mild, und die langen Strände sowie die ruhige Atmosphäre machten den Aufenthalt besonders schön. Hier gibt es unsere Impressionen von Usedom.

Vom Hobby zur echten Herausforderung

Meine Tochter ist Sportakrobatin. Das heißt für uns, dass wir ab und an den ganzen Tag – oder auch mal ein ganzes Wochenende – auf Wettkämpfen verbringen. Letztes Wochenende stand der erste Wettkampf an: die offene Brandenburger Landesmeisterschaft 2026 in Potsdam. Sozusagen ein Heimspiel für uns.

Am Donnerstag vor dem Turnier bin ich wie gewohnt zum Training gegangen. Nichtsahnend bin ich gegen 21 Uhr nach Hause gekommen und meine Frau erklärte mir freudestrahlend, dass in der Vereins-Chat-Gruppe jemand gesucht wird, der am Samstag Fotos machen kann. Mit breitem Grinsen im Gesicht verkündete sie mir, dass sie angeboten hat, dass ich das gerne machen kann.

Die spontane Vorbereitung

So saß ich nun im Wohnzimmer, mehr oder weniger durchgeschwitzt vom Training, und dachte angestrengt darüber nach, wie ich das Ganze realisieren kann. Zum einen wollte ich gute Fotos liefern und zum anderen machte ich mir Sorgen: Was habe ich an Equipment zur Verfügung und was benötige ich idealerweise noch?

Meine Kamera (Sony Alpha 7 IV) nutze ich immer noch mit dem 1. originalen Akku. Dieser ist nun mittlerweile 3,5 Jahre alt und hat schon einige Auslösungen und Ladezyklen hinter sich. Dazu stecken in der Kamera 2 128GB SD-Karten und ich habe noch irgendwo eine alte 64GB- und 32GB-Karte rumliegen.

Da ich ab und an bei den Wettkämpfen meiner Tochter schon ihre Übungen fotografiert hatte, hatte ich von den technischen Aspekten her schon eine genaue Vorstellung, was ich da machen muss. In den Hallen herrscht normalerweise kein besonders gutes Licht. Daher nutze ich die Zeitautomatik (bei mir Programm S) mit irgendwas zwischen 1/1000 und 1/2000 Sekunde Belichtungszeit. Den ISO lasse ich auf Auto. Die Blende wird offen sein, da das Licht in den Hallen zu 99,9 % nichts anderes zulassen wird.

Ich werde Serienbilder (Einstellung Mid) aufnehmen mit festem Fokusbereich im Zentrum. Wenn der Autofokus mitspielt, hat man so scharfe Bilder. Als Objektiv nehme ich entweder, je nachdem, wo man stehen kann, entweder das Sigma 24-70mm f2.8 Art oder mein Tamron 70-180mm f2.8. Da ich die Halle in Potsdam gut kenne, wird es primär das Sigma werden. Aus der Erfahrung weiß ich, dass ich pro Übung dann ca. 100–150 Bilder aufnehmen werde, wovon am Ende 25–35 Bilder übrig bleiben.

Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, wie viele Formationen antreten bzw. wie viele Übungen an dem einen Tag geturnt werden. Auf die 128GB-Karten passen knapp 1.600 RAW-Dateien unkomprimiert. Mit Komprimierung kann man das verdoppeln, dann leidet aber die Serienbildgeschwindigkeit der A7 IV. Daher schloss ich diese Option aus.

Was heißt das für mich: Ich brauche einen Ersatzakku und ich brauche eine Lösung für die vollen SD-Karten. Also Amazon auf, ein Dreierpack Ersatzakkus inkl. Ladegerät und eine externe 1TB-Festplatte gekauft und dabei darauf geachtet, dass die Lieferung am Freitag stattfindet. Danke Amazon für diese Option.

Aus einem kleinen Auftrag wurde eine komplette Event-Dokumentation

Bis hierhin dachte meine Frau, dass ich nur die Potsdamer Formationen fotografieren soll. Am Freitagnachmittag fand das Aufbauen statt. Dabei unterstützten die Eltern tatkräftig. Ich fragte kurz beim Orga-Team nach, was sie sich vorstellen, und ich erhielt ein freundliches: Du kannst dich überall hinstellen und alle fotografieren.

Damit war dann auch meine Vermutung bestätigt, dass der Verein die gesamte Veranstaltung dokumentiert haben will. Zum Glück trudelten im Laufe des späten Nachmittags die bestellten Sachen ein.

Nach dem Aufbau in der Halle galt es dann, meine Ausrüstung zusammenzupacken. Ich packte neben dem neuen Equipment natürlich die beiden genannten Objektive ein und zur Sicherheit – falls irgendjemand spontan ein großes Gruppenfoto plant – noch mein Voigtländer 15mm f4 ein. Dazu mein Laptop. Damit wollte ich, sobald eine SD-Karte voll ist, diese direkt in Lightroom einspielen und auf der externen Platte speichern.

Der Wettkampftag

Am Samstag bin ich dann mit meiner Tochter zum regulären Treff der Potsdamer Sportakrobaten um 8:30 Uhr in der Halle gewesen. Ich wollte die Zeit nutzen, um mein Zeug irgendwo aufzubauen, wo niemand rankommt und ich es schnell erreichen kann. Das hat auch alles am Ende gut geklappt.

Als der Wettkampf begann, begann auch ich mit etwas Reportage. Das ist eigentlich keine große Sache, werden sich jetzt viele denken, aber was mir aufgefallen ist, ist, dass die Kunst darin besteht, dabei nicht wahrgenommen zu werden. Das ist mir ehrlicherweise nicht sehr gut geglückt.

Der Wettkampf selbst ist für die Potsdamer sehr gut gelaufen. Alle Formationen haben Medaillen gewonnen. Meine Tochter ist mit ihrer Formation Landesmeister geworden.

57 Übungen, Siegerehrung und Reportage

Mein Plan hat ziemlich gut funktioniert. Insgesamt habe ich 57 Übungen, die Siegerehrung und etwas Reportage gemacht. Eine SD-Karte reichte fast immer für genau einen Block (ca. 5–7 Übungen), die ich dann in der 5-Minuten-Pause dazwischen an den Laptop zum Einlesen stecken konnte und dabei auf der 2. SD-Karte fotografiert habe. Ich brauchte über den Tag hinweg etwas mehr als 3 Akku-Ladungen.

Am Ende bin ich mit fast 9.900 Fotos um 19:30 Uhr nach Hause gefahren. Eigentlich war ich fix und fertig, aber die Neugier auf die Fotos hat mich gepackt und beim ersten Durchsehen realisierte ich schnell, dass jetzt die eigentliche Arbeit kommt.

Die eigentliche Arbeit begann erst danach

Meine erste Idee war es, die KI-Bildauswahl von Lightroom zu nutzen, aber das war eher sinnlos. Das Tool wählte von den 9.900 Bildern knapp 9.400 aus. Also machte ich mich an die altbewährte Methode und schaute mir jedes Bild an.

Sonntagabend hatte ich meine Auswahl auf etwas weniger als 2.000 Bilder eingeschränkt. Da fast alle Bilder leicht verrauscht waren, aufgrund der Tatsache, dass fast alle bei ISO 5.000 aufgenommen waren, hatte Lightroom nun die ganze Nacht Zeit (und auch gebraucht), um die Bilder zu entrauschen. Dann bereitete ich ein Preset vor, welches ich auf alle Bilder anwenden konnte.

Ich habe dann von Montag bis Mittwoch jeweils vor und nach der Arbeit meine Zeit mit der tollen Aufgabe verbracht, jedes einzelne Foto nochmals anzupacken und den richtigen Ausschnitt zu wählen. Das ein oder andere Bild ist dann auch nochmals aussortiert worden.

Am Ende habe ich 1.800 Bilder abgeliefert.

Mein Fazit

Was ist mein Fazit daraus: Ein Hobby macht Spaß. Das Projekt hat mir auch Spaß gemacht, war aber schon in der Richtung zu „Arbeit“. Natürlich hatte der Verein auch die Hoffnung, dass das einigermaßen zügig geht – auch wenn man es nie so offen gesagt hat. Auch die anderen Eltern waren neugierig – verständlicherweise.

Am Ende war ich mit mir zufrieden, dass es dann doch so „schnell“ ging. Meine Motivation war hoch, gute Bilder zu liefern. Wenn ich die Nacharbeitszeit mal überschlage (inkl. der Rechenzeit des Computers), komme ich auf rund 42 Stunden reine Nacharbeitszeit und Export.

Vielen Dank an die Potsdamer Sportakrobaten für die Gelegenheit meine Fähigkeiten weiter auszubauen. Ich hoffe die Bilder gefallen euch. Folgt ihnen gerne auf Instagram, Dort gibt es noch mehr Fotos von mir.

Die Formation meiner Tochter am Ende ihrer Übung.

Euler’s Path – warum ich ein mathematisches Denkspiel entwickelt habe

Neben der Fotografie hat mich in den letzten Monaten noch ein ganz anderes Projekt beschäftigt: Euler’s Path.

Ein kleines, persönliches Denkspiel mit mathematischem Hintergrund, das am 15. März 2026 erscheint und bereits jetzt vorbestellt werden kann. In diesem Beitrag erzähle ich, wie es zu der Idee kam, warum ein Spiel mit mathematischem Bezug für mich nahelag und weshalb ich meinen Kindern zeigen wollte, wie man so ein Projekt überhaupt umsetzt.

Zwischen Fotografie, Mathematik und einem kleinen Herzensprojekt

Wer meine Homepage besucht, verbindet mich wahrscheinlich zuerst mit der Fotografie. Bilder, Perspektiven, Licht, Komposition und Stimmungen begleiten mich schon lange und sind für mich weit mehr als nur ein Hobby. Fotografie ist für mich eine Möglichkeit, meinen Blick auf die Welt auszudrücken und Dinge sichtbar zu machen, die sonst vielleicht unbeachtet bleiben würden.

Aber neben der Fotografie gibt es noch eine andere Seite, die mich schon immer gereizt hat: das strukturierte Denken, das Tüfteln und die Frage, wie aus einer Idee Schritt für Schritt etwas Eigenes entstehen kann.

Genau aus dieser Mischung ist in den letzten Monaten ein Projekt entstanden, das auf den ersten Blick vielleicht überraschend wirkt, auf den zweiten aber ziemlich gut zu mir passt: Euler’s Path.

Euler’s Path ist ein kleines mathematisches Denkspiel für iPhone und iPad. Für mich ist es mehr als nur eine App. Es ist ein persönliches Nebenprojekt, in dem sich mehrere Dinge verbinden, die mich schon lange beschäftigen: logisches Denken, Gestaltung, technische Umsetzung und die Freude daran, etwas Eigenes zu erschaffen.

Warum ausgerechnet ein mathematisches Spiel?

Dass ich irgendwann einmal ein Spiel entwickle, war vielleicht nicht offensichtlich. Dass es dann aber ein Spiel mit mathematischem Hintergrund werden würde, ist im Rückblick eigentlich ziemlich logisch.

Ich habe Wirtschaftsmathematik studiert und damit einen naturwissenschaftlich geprägten Studienabschluss. Mathematische Strukturen, logische Zusammenhänge und elegante Lösungswege haben mich deshalb nie wirklich losgelassen. Mich fasziniert an Mathematik nicht nur die Theorie, sondern vor allem ihre Klarheit: Es gibt Regeln, Muster und Zusammenhänge – und oft diesen einen Moment, in dem plötzlich alles Sinn ergibt.

Genau dieses Gefühl wollte ich in ein Spiel übersetzen.

Mit Euler’s Path ist daraus ein Projekt entstanden, das einen klaren mathematischen Kern hat, sich aber nicht wie trockene Theorie anfühlen soll. Im Gegenteil: Das Ziel war von Anfang an, aus einem mathematischen Prinzip ein zugängliches, ruhiges und gleichzeitig forderndes Denkspiel zu machen.

Für mich lag das nahe. Wenn man analytisch denkt, Freude an klaren Strukturen hat und gleichzeitig gern gestaltet, dann ist ein Projekt wie dieses fast eine natürliche Schnittstelle.

Worum geht es in Euler’s Path?

Das Grundprinzip von Euler’s Path ist einfach erklärt, hat aber erstaunlich viel Tiefe.

Viele kennen die Idee vielleicht vom berühmten Haus vom Nikolaus: Eine Figur soll in einem Zug gezeichnet werden, ohne eine Linie doppelt zu benutzen. Genau auf diesem Prinzip basiert auch das Spiel.

Das Spielprinzip

In Euler’s Path sieht man einen Graphen aus Punkten und Verbindungen. Die Aufgabe besteht darin, alle Kanten genau einmal zu zeichnen. Nicht doppelt, nicht zufällig, sondern so, dass am Ende eine vollständige und korrekte Lösung entsteht.

Das klingt zunächst simpel. Genau das hat mich daran gereizt. Denn gute Konzepte brauchen nicht zwingend viele Regeln. Manchmal reicht eine starke Grundidee, wenn sie genug Tiefe mitbringt.

Und das tut sie hier definitiv.

Denn schon nach wenigen Zügen merkt man, dass es nicht nur ums Zeichnen geht. Es geht um Mustererkennung, um vorausschauendes Denken, um Konzentration und manchmal auch darum, einen Denkfehler zu erkennen und neu anzusetzen.

Genau diese Mischung aus Klarheit und Herausforderung macht für mich den Reiz eines guten Denkspiels aus.

Ein Projekt neben der Fotografie – und trotzdem eng damit verbunden

Auf den ersten Blick haben Fotografie und ein mathematisches Puzzle-Spiel nicht besonders viel miteinander zu tun. Für mich gibt es aber durchaus Gemeinsamkeiten.

In der Fotografie geht es oft um Komposition. Wo verlaufen Linien? Was führt den Blick? Wie reduziert man ein Bild auf das Wesentliche, ohne dass es leer wirkt? Wann entsteht Spannung, wann Balance?

Ganz ähnliche Fragen tauchen auch in einem Spiel wie Euler’s Path auf. Nur eben auf andere Weise. Hier geht es nicht nur darum, wie etwas aussieht, sondern auch darum, wie es sich anfühlt. Wie klar ein Level wirkt. Wie intuitiv die Bedienung ist. Wie sich eine Lösung anbahnt. Wie aus Struktur ein Spielerlebnis wird.

Vielleicht hat mich genau deshalb dieses Projekt so stark angesprochen. Es verbindet kreative Gestaltung mit logischem Aufbau. Es ist reduziert, aber nicht simpel. Es lebt von Präzision statt von Überladung.

Und genau das mag ich sowohl in Bildern als auch in digitalen Produkten.

Warum ich das Spiel auch für meine Kinder entwickelt habe

Ein Grund, warum mir dieses Projekt besonders wichtig ist, ist sehr persönlich: Ich wollte meinen Kindern zeigen, wie so etwas gemacht wird.

Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Apps, Spielen und digitalen Produkten auf. Für sie ist vieles einfach da. Man lädt etwas herunter, öffnet es und nutzt es. Was dabei oft unsichtbar bleibt, ist der Weg dorthin: dass hinter einer App eine Idee steht, dass man Dinge planen, gestalten, testen, verbessern und manchmal auch komplett neu denken muss.

Mir war wichtig, diesen Prozess greifbar zu machen.

Nicht nur im Sinne von: „Schaut mal, ich habe ein Spiel gemacht“, sondern eher im Sinne von: „So entsteht etwas.“ Schritt für Schritt. Mit einer Idee. Mit Geduld. Mit Fehlern. Mit Verbesserungen. Mit Ausdauer. Und mit dem Willen, etwas nicht nur zu denken, sondern wirklich umzusetzen.

Gerade das finde ich wertvoll. Ich wollte zeigen, dass digitale Produkte nicht irgendwo anonym entstehen, sondern dass Menschen sie bauen. Dass hinter jeder Oberfläche Entscheidungen stecken. Dass Kreativität und Technik zusammengehören. Und dass man auch allein ein Projekt starten und bis zur Veröffentlichung bringen kann.

Insofern ist Euler’s Path für mich nicht nur eine App, sondern auch ein kleines Beispiel dafür, was möglich ist, wenn man einer Idee konsequent folgt.

Von der Idee zur App: viel Feinarbeit in einem kleinen Spiel

Ich beschreibe Euler’s Path bewusst als kleines Projekt. Nicht, weil es mir unwichtig wäre, sondern weil ich den Charme kleiner, fokussierter Ideen sehr schätze.

Heute sind viele Apps und Spiele darauf ausgelegt, immer größer, lauter und umfangreicher zu werden. Mehr Features, mehr Systeme, mehr Ablenkung. Ich wollte bewusst etwas anderes machen: ein ruhiges Denkspiel, das eine klare Idee hat und diese sauber umsetzt.

Gerade bei einem reduzierten Konzept merkt man allerdings schnell, wie viel Arbeit in den Details steckt.

Was bei kleinen Spielen besonders wichtig ist

Wenn ein Spiel nur wenige zentrale Mechaniken hat, dann müssen genau diese gut funktionieren. Dann ist jede Entscheidung wichtig. Wie reagiert die Steuerung? Wie klar ist die visuelle Sprache? Wie verständlich sind Level und Fortschritt? Wie schafft man es, dass das Spiel fordernd ist, ohne unnötig frustrierend zu werden?

Bei Euler’s Path ging es deshalb viel um Feintuning. Um das Weglassen. Um Verfeinern. Um die Frage, wann etwas klar genug ist.

Das ist in vielerlei Hinsicht ähnlich wie in der Fotografie: Ein Bild wird nicht automatisch besser, nur weil man mehr hineinpackt. Oft wird es besser, wenn man das Richtige weglässt.

Diese Haltung hat das Projekt stark geprägt.

Was mich an Euler’s Path besonders begeistert

Was ich an Euler’s Path besonders mag, ist die Art von Konzentration, die das Spiel erzeugen kann.

Im Alltag ist vieles schnell, laut und fragmentiert. Man springt von Thema zu Thema, beantwortet Nachrichten, denkt an mehrere Dinge gleichzeitig und hat selten das Gefühl, sich wirklich nur auf eine Sache zu konzentrieren.

Ein gutes Puzzle ist für mich ein bewusster Gegenpol dazu.

Man schaut auf ein Muster, beginnt zu denken, probiert aus, erkennt Strukturen und nähert sich Schritt für Schritt der Lösung. Dieser Moment, in dem plötzlich alles zusammenpasst, ist für mich der eigentliche Kern des Spiels.

Es geht nicht um Hektik. Nicht um Reizüberflutung. Nicht um künstlichen Druck. Sondern um das gute Gefühl, eine Struktur verstanden und sauber gelöst zu haben.

Genau darin liegt für mich die Stärke eines gelungenen Denkspiels.

Mathematik, Design und Technik an einem Punkt

Was mich an diesem Projekt besonders motiviert hat, ist die Verbindung von drei Bereichen, die mich auf unterschiedliche Weise schon lange interessieren.

Mathematik

Die Grundlage des Spiels ist ein mathematisches Konzept: der Euler-Pfad. Also die Frage, wie man eine Struktur innerhalb klarer Regeln vollständig durchläuft.

Design

Genauso wichtig ist aber die Gestaltung. Wie modern darf die Oberfläche sein? Wie reduziert sollte sie wirken? Wie fühlt sich das Spiel insgesamt an?

Technik

Und schließlich gibt es die technische Umsetzung: die Spiellogik, das Verhalten der Elemente, die Speicherung des Fortschritts, die Menüführung und die vielen kleinen Dinge, die später ganz selbstverständlich wirken sollen.

Genau diese Mischung macht Euler’s Path für mich so spannend. Es ist nicht nur Mathematik. Nicht nur Entwicklung. Nicht nur Gestaltung. Es ist die Verbindung aus allem.

Warum der Name Euler’s Path?

Der Name Euler’s Path verweist direkt auf den mathematischen Hintergrund des Spiels. Wer sich mit Graphentheorie auskennt, erkennt den Bezug sofort. Wer ihn nicht kennt, bekommt trotzdem einen Namen, der neugierig machen kann und das Thema des Spiels gut transportiert.

Ich mag an diesem Titel, dass er fachlich verankert ist, ohne kompliziert zu wirken. Er beschreibt ziemlich genau, worum es geht: um Wege, Verbindungen, Struktur und die Frage, wie man innerhalb klarer Regeln eine vollständige Lösung findet.

Für wen ist Euler’s Path gemacht?

Euler’s Path richtet sich an alle, die Freude an Logik, Mustern und konzentrierten Herausforderungen haben.

Man muss kein Mathematiker sein, um daran Spaß zu haben. Im Gegenteil: Der Reiz liegt gerade darin, dass das Prinzip schnell verständlich ist und trotzdem genug Tiefe entwickelt, um interessant zu bleiben.

Wer gern knobelt, wer ruhige Spiele schätzt und wer klare, elegante Mechaniken mag, dürfte sich hier schnell wiederfinden. Es ist ein Spiel für Menschen, die Freude an Struktur haben – und vielleicht auch für diejenigen, die im Alltag bewusst einen Gegenpol zu hektischen digitalen Formaten suchen.

Ich finde, ein Spiel muss nicht laut sein, um spannend zu sein. Manchmal reicht eine gute Idee, sauber umgesetzt.

Genau das wollte ich mit Euler’s Path erreichen.

Veröffentlichung am 15. März 2026 – jetzt vorbestellbar

Nach vielen Gedanken, Tests, Anpassungen und viel Liebe zum Detail ist jetzt der Moment gekommen, an dem das Projekt seinen nächsten Schritt macht:

Euler’s Path erscheint am 15. März 2026 und kann bereits jetzt vorbestellt werden.

Für mich ist das ein besonderer Meilenstein. Nicht, weil es das größte Projekt meines Lebens wäre, sondern gerade weil es ein kleines, sehr persönliches Projekt ist. Ein Projekt, das aus echtem Interesse entstanden ist. Aus Freude an Mathematik, Gestaltung und Entwicklung. Und auch aus dem Wunsch, meinen Kindern zu zeigen, dass man Ideen nicht nur haben, sondern auch wirklich umsetzen kann.

Hier geht’s zur Vorbestellung

Euler’s Path im App Store vorbestellen

Fazit

Euler’s Path ist für mich viel mehr als nur eine App. Es ist die Verbindung aus mathematischem Denken, gestalterischem Anspruch und technischer Umsetzung. Es ist ein Projekt neben meiner Fotografie und gleichzeitig etwas, das sehr gut zu dem passt, was mich grundsätzlich interessiert: Klarheit, Struktur, Gestaltung und die Freude am Entwickeln.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum mir dieses Spiel so am Herzen liegt. Es zeigt, dass aus einer abstrakten Idee etwas Greifbares werden kann. Dass Mathematik nicht trocken sein muss, sondern die Basis für ein elegantes, ruhiges und motivierendes Spielerlebnis sein kann. Und dass man auch neben anderen Leidenschaften Raum für neue Projekte schaffen kann.

Wer Lust auf ein besonderes Denkspiel für iPhone und iPad hat, kann Euler’s Path schon jetzt vorbestellen.

Die Veröffentlichung ist am 15. März 2026.

Winterspaziergang: Ein Tag im Neuen Garten

Man kann ja aus fast allen Wettern etwas zaubern, aber der Winter in unserer Gegend mit seinen schon fast depressiven Tagen macht es einem nicht grade einfach. Um so schöner wenn mittags die Wolkendecke aufreißt und verschwindet. So geschah es gestern – wie vom Wetterbericht angekündigt. Freunde von uns luden uns zum Sonntagnachhmittagsspatziergang ein. Nach kurzer Diskussion, was man denn mache, einigten wir uns auf einen Spaziergang zum Neuen Garten.

Für mich war das eine gute Situation mich mit meinem neuen Objektiv weiter vertraut zu machen. Die bewusste Entscheidung auf einen Autofokus zu verzichten, ist immer noch etwas gewöhnungsbedürftig. Nichts desto Trotz gelingt es mir ganz gut. Zumal das 15mm auch vieles „verzeiht“. Notfalls lässt man es bei Blende 8 stehen und alles ist ganz gut im Fokus. Selbst wenn man die Kinder beim Toben fotografiert.

Die Stärke des Objektives sind aber in jedem Fall die Landschaften. Hier kommen die 15mm wirklich zu Geltung. Auch wenn ich noch viel damit üben muss, finde ich die Ergebnisse schon ganz brauchbar. Ich denke, ich muss noch den Blick üben, um etwas interessantes im Vordergrund zu haben. So wird das Bild etwas plastischer. Aber seht selbst:

Weihnachtsgeschenk gleich ausprobiert – Voigtländer 15mm f4.5 Super Wide Heliar Asph. III

Das ist mal ne Überschrift. Ich habe lange überlegt, für welches Objektiv ich mich entscheiden soll, da ich schon Ewigkeiten mit einem Superweitwinkel geliebäugelt habe. Als das Viltrox 16mm f.1.8 rauskam, dachte ich immer, das ist es. Ich glaube ich habe es von Anfang an im Einkaufswagen bei Amazon liegen. es war ja regelmäßig im Angebot und so auch dieses Jahr bei der Black Week. Trotzdem habe ich wieder gezögert. Es ist für das was ich damit vorhabe einfach zu „groß“. Ich möchte keine Sterne damit fotografieren. Am Ende sind es vor allem Landschaftsaufnahmen, vorrangig im Urlaub bzw. bei schönem Wetter, wenn ich mich mal für einen Foto-Walk aufrappeln kann. Ich habe mich nun Aufgrund von einigen Videos u.a. von Stefan Wiesner mit Vivienne Bade (Link) über Voigtländer für jenes entschieden. Es ist klein und kompakt und der fehlende Autofokus ist kein Problem für mich. Am Ende habe ich es gebraucht bei eBay für 350€ in hervorragendem Zustand ergattern können.

Das Voigtländer 15mm f/4.5 Super Wide-Heliar Asphärisch III (Link) am E-Mount ist für mich so ein Objektiv, das man nicht „aus Versehen“ benutzt – man entscheidet sich bewusst dafür. An der Sony A7 IV fühlt es sich wie ein kleines Präzisionswerkzeug an: super kompakt, komplett aus Metall, mit einem Fokusring, der genau die richtige Portion Widerstand hat, und einer Blende, die sauber einrastet. Genau dieses entschleunigte, manuelle Arbeiten ist für mich ein großer Teil des Reizes.

Bildlook: In der Mitte liefert es schon offen gute Schärfe, aber richtig rund wird es für mich abgeblendet (typisch im Bereich f/8–f/11), dann ziehen die Ecken deutlich nach und das Bild wirkt insgesamt „sortiert“. Kontrast und Mikrokontrast gefallen mir sehr – es hat diesen klaren, leicht „analogen“ Charakter, ohne klinisch zu wirken. Gleichzeitig muss man bei 15mm am Vollformat ehrlich sein: Randabdunklung und etwas Verzeichnung sind je nach Motiv sichtbar. Ich sehe das weniger als Fehler, sondern als Teil der Bildsprache – man bekommt extrem viel Szene ins Bild, aber man muss bewusster komponieren als mit moderateren Weitwinkeln.

f/4.5 ist kein Low-Light-Monster, dafür ist das Objektiv klein, leicht und unauffällig – perfekt für Reisen, Street und enge Orte, an denen man mit einem großen Zoom schnell „zu viel“ wirkt. Unterm Strich ist es für mich ein charakterstarkes Ultraweitwinkel für alle, die gern manuell arbeiten und Perspektive als Gestaltungsmittel nutzen – und genau dafür liebe ich es.

Ein paar wenige Beispielbilder möchte ich nicht vorenthalten. Besonders der Sonnenstern gefällt mir sehr gut. Ich freue mich, auf die kommenden Einsätze.

Ein verregneter Sommerurlaub in Kolberg

Wir haben uns dieses Jahr mal wieder für die Polnische Ostsee entschieden. Vorrangig deswegen, weil wir nicht bereit waren, die Ferien-Flugpreise für eine 4-köpfige Familie zu zahlen. Also planten wir den diesjährigen Sommerurlaub an der Ostsee mit Baden zu verbringen. Das ist leider ordentlich ins Wasser gefallen. Wir hatten aber am sprichwörtlichen Ende (am letzten Urlaubstag) doch noch einen schönen Badetag.

Kolberg hat leider abseits des Strandes nicht viel zu bieten. Die Sehenswürdigkeiten die kindgeeignet sind, kann man an einer Hand abzählen und sind meist in ca. 30 Minuten absolviert. Überhaupt nicht zu empfehlen ist das Ozeaneum. Es ist klein (2 Räume) und die Fische sind viel zu viele in viel zu kleinen Aquarien gehalten. Das ist selbst für einen Laien wie mich zu erkennen. Dazu werden unkontrolliert Leute reingelassen. Wer die schmale Treppe in das Untergeschoss geht und mit 50 Anderen in dem kleinen Raum steht, würd sich, so wie wir, sehr unwohl fühlen, sollte doch mal etwas sein. Dafür ist das Ozeaneum verhältnismäßig teuer.

Die Altstadt ist aber sehenswert. Alles ist sauber und gepflegt. Auch der Strand ist feinkörnig und sauber. Es gab keine Quallen oder sonstiges im Wasser.

Wer zum Abendessen ein passendes Restaurant sucht, dem sei die Promenade nicht empfohlen. Die Restaurants sind qualitativ eher mittel und dafür auch teuer. Hier lohnt es sich eine oder zwei Querstraßen vom Strand weg zu gehen. Ich mochte hier zwei Empfehlungen aussprechen: das LAVOO und das NaWIGAcia. Beide bieten sehr gute Küche zu günstigen Preisen.

Besuch im Leipziger Zoo

Am Wochenende haben wir den Kids einen Besuch im Leipziger Zoo „geschenkt“. Nicht nur weil Kindertag war sondern auch weil wir uns den schon immer mal anschauen wollten. Er soll ja einer der größten Zoos in Deutschland sein. Wir sind also recht früh gestartet und mit dem Auto nach Leipzig gedüst. Den Eintritt empfand ich beim Hineingehen nicht grade günstig aber am Ende doch gerechtfertigt.

Der Zoo ist doch sehr riesig und es gibt unglaublich viel zu sehen. Alles ist thematisch so sortiert, dass man gut wählen kann, was man sich als nächstes anschauen will. Wir sind zunächst ins Aquarium, dann ins Gondwanaland – ein tropischer Regenwald 3er Kontinente, nach „Asien“ – zu den Elefanten, ins Pongoland – zu den Affen…Am Ende mussten wir nach knapp 6 Stunden Eindrücke sammeln, laufen, die Kids motivieren…wegen dem aufziehenden Gewitter abbrechen.

Der Besuch im Leipziger Zoo lohnt sich in jedem Fall. Ich kann ihn sehr empfehlen.

Familienwochenende in Groß Schwansee

Mein Bruder und ich haben meinem Vater zum 70. Geburtstag ein Familienwochenende geschenkt. Nach langem Suchen sind wir in Groß Schwansee bei Familie Jurkat untergekommen. Es war ein sehr elegantes, modernes, durchdachtes und hochwertiges Ferienhaus in dem wir drei Familien samt Kinder Platz gefunden hatten. Frau Jurkat hat uns hervorragend im vorhinein beraten wie wir die insgesamt 4 Kinder nebst uns 6 Erwachsenen im Haus unterbekommen. Ich kann die Unterkunft jedem wärmstens empfehlen. Hier auch der Link zur Unterkunft: Klick

Wir haben dort 3 schöne Tage verbracht. Wir haben die Küste erkundet, Travemünde besichtigt, bei Steffen Hensler gegessen, Cocktails am Strand genossen, und und und…

Auf der Rückfahrt haben wir noch einen kurzen Stopp in Schwerin eingelegt. Eine wirklich schöne Stadt, die die meisten von uns wahrscheinlich gar nicht auf dem Schirm haben.

Ein paar Eindrücke – wie immer ohne Gesichter – habe ich euch natürlich auch mitgebracht: