Das ist mal ne Überschrift. Ich habe lange überlegt, für welches Objektiv ich mich entscheiden soll, da ich schon Ewigkeiten mit einem Superweitwinkel geliebäugelt habe. Als das Viltrox 16mm f.1.8 rauskam, dachte ich immer, das ist es. Ich glaube ich habe es von Anfang an im Einkaufswagen bei Amazon liegen. es war ja regelmäßig im Angebot und so auch dieses Jahr bei der Black Week. Trotzdem habe ich wieder gezögert. Es ist für das was ich damit vorhabe einfach zu „groß“. Ich möchte keine Sterne damit fotografieren. Am Ende sind es vor allem Landschaftsaufnahmen, vorrangig im Urlaub bzw. bei schönem Wetter, wenn ich mich mal für einen Foto-Walk aufrappeln kann. Ich habe mich nun Aufgrund von einigen Videos u.a. von Stefan Wiesner mit Vivienne Bade (Link) über Voigtländer für jenes entschieden. Es ist klein und kompakt und der fehlende Autofokus ist kein Problem für mich. Am Ende habe ich es gebraucht bei eBay für 350€ in hervorragendem Zustand ergattern können.
Das Voigtländer 15mm f/4.5 Super Wide-Heliar Asphärisch III (Link) am E-Mount ist für mich so ein Objektiv, das man nicht „aus Versehen“ benutzt – man entscheidet sich bewusst dafür. An der Sony A7 IV fühlt es sich wie ein kleines Präzisionswerkzeug an: super kompakt, komplett aus Metall, mit einem Fokusring, der genau die richtige Portion Widerstand hat, und einer Blende, die sauber einrastet. Genau dieses entschleunigte, manuelle Arbeiten ist für mich ein großer Teil des Reizes.
Bildlook: In der Mitte liefert es schon offen gute Schärfe, aber richtig rund wird es für mich abgeblendet (typisch im Bereich f/8–f/11), dann ziehen die Ecken deutlich nach und das Bild wirkt insgesamt „sortiert“. Kontrast und Mikrokontrast gefallen mir sehr – es hat diesen klaren, leicht „analogen“ Charakter, ohne klinisch zu wirken. Gleichzeitig muss man bei 15mm am Vollformat ehrlich sein: Randabdunklung und etwas Verzeichnung sind je nach Motiv sichtbar. Ich sehe das weniger als Fehler, sondern als Teil der Bildsprache – man bekommt extrem viel Szene ins Bild, aber man muss bewusster komponieren als mit moderateren Weitwinkeln.
f/4.5 ist kein Low-Light-Monster, dafür ist das Objektiv klein, leicht und unauffällig – perfekt für Reisen, Street und enge Orte, an denen man mit einem großen Zoom schnell „zu viel“ wirkt. Unterm Strich ist es für mich ein charakterstarkes Ultraweitwinkel für alle, die gern manuell arbeiten und Perspektive als Gestaltungsmittel nutzen – und genau dafür liebe ich es.
Ein paar wenige Beispielbilder möchte ich nicht vorenthalten. Besonders der Sonnenstern gefällt mir sehr gut. Ich freue mich, auf die kommenden Einsätze.




















































































































































